Der Aufschlag im Tennis
Die Bedeutung des Aufschlags ist im Tennis seit Jahren kontinuierlich gestiegen. Mittlerweile ist er der wichtigste Schlag im Spiel, 50 Prozent aller Punkte werden durch den Aufschlag entschieden. Er ist der einzige Schlag, der nicht vom Gegner beeinflusst werden kann und sollte daher schon in jungen Jahren intensiv trainiert werden. Neben der Wahl eines passenden Tennisschlägers ist besonders die Technik ausschlaggebend.
Beim Aufschlag sollte der Rückhand- oder Mittelgriff verwendet werden, da dieser eine bessere Drallgebung und einen höheren Treffpunkt ermöglicht, als der Vorhandgriff. Es werden verschiedene Drallarten angewendet. Unter anderem gibt es einen geraden Aufschlag, dem so genannten Flat, der unter anderem von kraftvollen Aufschlägern wie Greg Rusedski oder Marc Philipoussis gerne angewandt wurde. Die aktuelle Nummer 1 der Welt Roger Federer variiert zum Beispiel zwischen einem Topspin- und einem Slice-Aufschlag. Diese Aufschläge bestechen durch einen enormen Drall und machen den gelben Filzball schwer returnierbar. Je nach anvisierter Drallgebung wird auch der Ballwurf variiert.
Je nach taktischer Absicht variiert der Aufschlag. Der gerade Aufschlag wird meistens als erster Aufschlag eingesetzt, während für den zweiten Aufschlag eher Topspin- oder Slice-Aufschläge bevorzugt werden. Weltklassespieler spielen jedoch auch einen Topspin-Aufschlag mit solcher Geschwindigkeit, dass auch dort ein Return nur schwer möglich ist. Wichtig ist bei allen Aufschlagarten, dass der Ball bei relativ hoher Geschwindigkeit eine möglichst flache Kurve über das Netz nimmt. Die drei Phasen des Aufschlags, also die Aushol-, Schlag- und Ausschwungphase sind jede für sich wichtig und technisch sauber auszuführen.
Nur wer alle drei Phasen regelmäßig trainiert, wird einen Aufschlag entwickeln, mit dem man ein Match siegreich gestalten kann. Beim Training kommt es besonders darauf an, die Komponenten Kraft und Präzision zu verbinden. Spieler, die nur über einen harten, geraden Aufschlag ein Match gewinnen können, gibt es heutzutage nicht mehr. Spielertypen wir Roger Federer oder Rafael Nadel variieren auch ihre Aufschlagtechniken und werden so für ihre Gegner zu schwer ausrechenbaren Kontrahenten.
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