Hanf spendet Gesundheit
Der nachwachsende Rohstoff Hanf liefert nicht nur reißfeste Naturfasern und andere wirtschaftlich nutzbare Wertstoffe, sondern der Hanf ist auch eine nützliche Quelle für die Gesundheit. Zunächst kann konstatiert werden, dass Hanf (botanische Bezeichnung Cannabis sativa) auch im konventionellen Anbau in aller, aller Regel ohne Chemie auskommt. Aus diesem Grunde sind Textilien aus Hanf gewissermaßen automatisch Naturtextilien. Weil die Fasern ein für Bakterien sehr feindliches Milieu darstellten, sind Hanffasern ideal geeignet um daraus Produkte wir Unterwäsche oder Matratzen herzustellen. Aufgrund der hohen Feuchtigkeitsaufnahme der Fasern wird der Schweiß gut vom Körper weggeleitet. Aufgrund der genannten Sachverhalte, sind Hanftextilien unter dem Gesichtspunkt der Gesundheit ideale Substitute für konventionelle Baumwolltextilien.
Neben den Hanffasern liefert die Hanfpflanze mit den Hanfnüssen ein sehr gesundes Lebensmittel, das reich ist an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Das Pflanzenöl, das aus den Samen - also den Hanfnüssen - gewonnen werden kann, liefert einen enormen Beitrag zu einer gesunden Ernährung. Das Öl kann dem Körper entweder in reiner Form oder auch als Kapsel zugeführt werden. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega 3-Fettsäuren) unterstützen das Immunsystem und beugen langfristig dem Herzinfarkt vor. Aufgrund des idealen Fettsäureprofils wird Hanföl auch stark von der kosmetischen Industrie nachgefragt. Insbesondere bei Menschen mit Neurodermitis hat das Hanföl einen ausgesprochen guten Ruf. Es gibt zahlreiche anekdotische Hinweise darauf, dass Hanföl gegen diese unangenehme Krankheit gute Wirkungen zeigen kann. Hierbei kann das Hanföl sowohl äußerlich angewendet werden als auch in die Ernährung integriert werden.
Ein Lieferant von pharmazeutisch wirksamen Substanzen ist darüber hinaus die Hanfblüte. Aus der Blüte lassen sich Haschisch und Marihuana gewinnen, die sehr viel bekannter als vermeintliche Drogen sind denn als Medizin. In früheren Jahrhunderten waren Haschisch und Marihuana allerdings wie selbstverständlich in Apotheken erhältlich. In Deutschland erfreuten sich z.B. Haschisch-Hühneraugenpflaster einiger Bekanntheit.
Die Hanfblüte liefert aber auch Cannabinoide, die keinesfalls einen Drogenrausch erzeugen. Die medizinische Forschung will mit Hilfe von Cannabismedikamenten die Leiden von Multiple Sklerose kranken Menschen oder von Schmerzpatienten lindern. Das Wissen um diese Zusammenhänge wird zurzeit leider vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda - z.B. per Blog - weitergegeben
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