Brustvergrößerung
Der folgende Artikel beschreibt grundlegend die Ereignisse während einer chirurgischen Brustvergrößerung. Die Plastische Chirurgie kennt mehrere Varianten an Operationsmethoden, daher kann je nach Erfahrung und Vorliebe des behandelnden Arztes sowie Anatomie der Patientin sich der Ablauf des Eingriffs von dem hier beschriebenen Vorgang unterscheiden.
Nach der Anästhesierung, die üblicherweise als Vollnarkose durchgeführt wird, nimmt der Arzt den Einschnitt für die Platzierung des Implantats vor. Der Spezialist berücksichtigt dabei die Wünsche der Patientin, ist aber auch an individuelle anatomische Gegebenheiten der Patientin gebunden.
Der Einschnitt kann unter der Achselhöhle, unter der Brustfalte und um den Brustwarzenhof - die Areola - gesetzt werden. Seltener ist der Einschnitt im Bauchnabel, der nur von einem darauf spezialisierten Arzt vorgenommen werden sollte. Einschnitte unter der Achselhöhle und im Bauchnabel erfordern in der Regel den Einsatz endoskopischer Instrumente. Um den ästhetischen Ansprüchen der Kandidatin zu genügen, wird ein erfahrener Chirurg den Einschnittspunkt und die entsprechende Methode derart wählen, dass mit der geringstmöglichen Narbenbildung zu rechnen ist.
Nach der Einführung der Instrumente durch den Einschnitt hebt der Arzt das Brustgewebe und bildet so eine Tasche für die Einlagekissen. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten für die Positionierung des Einlagekissens: über und unter dem Brustmuskel. Auch dabei spielt die Anatomie der Kandidation und die Erfahrung des Chirurgen eine gewisse Rolle. Manche Ärzte sind der Meinung, wenn das Einlagekissen unter dem Brustmuskel platziert wird, sinkt das Risiko einer späteren Kapselfibrose und die post-operativen Schmerzen sind geringer als bei einer Platzierung über dem Brustmuskel. Eine Platzierung unter dem Brustmuskel kann allerdings das Risiko des Auftretens post-operativer Blutungen steigern. Eine Brustvergrößerung ist mit einem ein- bis zweitägigen Aufenthalt im Krankenhaus verbunden und sollte nur in Ausnahmefällen ambulant vorgenommen werden. Nach etwa einer Woche sollte ein Kontrolltermin beim behandelnden Arzt wahrgenommen werden.
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