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Römersandalen - Römersandalette

Sie sind der ultimative Schuhtrend in diesem Sommer: Römer- oder Gladiatorensandalen. Im letzten Jahr konnte man sie bereits häufiger im Straßenbild entdecken. Sie schmückten die Models in diversen Modemagazinen und mittlerweile haben sie eigene Seiten und Blogs im Internet.
Wie so oft wurde die Römersandale aber nicht als modischer Hingucker erdacht. Für die die heutige Form diente das Schuhwerk der Legionäre als Vorlage. Bei den Römern bestand der Schuh aus mehreren Lagen Rindsledersohlen und einem dichten Geflecht aus Riemen. Eine je nach Rang variierende Anzahl Eisennägel sorgte für Befestigung. Der Schuh konnte bis zu den Knien reichen. Bei den Sandalen des Militärs handelte es sich aber nur um eine von mehreren gebräuchlichen Schuharten. Nicht jeder Römer trug sie, zunächst galt das Tragen von Sandalen in der Öffentlichkeit sogar als unanständig und erst in späterer Zeit wurden sie salonfähig.

Das Schuhhandwerk im alten Rom war gut organisiert und es wurden sogar Schuhe mit verschiedenen Leisten für den linken und rechten Schuh hergestellt. Nach dem Untergang des römischen Reiches verlor sich diese Tradition wieder. Noch bis ins 19. Jahrhundert wurde bei der Schuhherstellung ein Leisten für beide Füße verwendet. Die Adligen und Wohlhabenden ließen sich die Schuhe von ihrer Dienerschaft einlaufen, bis das Schuhwerk sich der jeweiligen Fußform angepasst hatte. Erst dann war das Tragen neuer Schuhe nicht mehr unangenehm.

Dennoch blieben Schuhe für den Großteil der Bevölkerung lange Zeit ein Gebrauchsgegenstand. Man besaß nur ein Paar für den Alltag und ein weiteres für den Sonntag. Erst nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und dem zunehmenden Wohlstand wurden Schuhe zum Luxusartikel, der nicht nur funktional, sondern auch modisch war.

Aus allen Bereichen kam Inspiration für neue Modeerscheinungen. Doc Martens waren ursprünglich Arbeiterschuhe für u.a. Polizisten, Müllmänner oder Postboten. Die heute kultigen Chucks der Marke Converse waren vor 90 Jahren noch Basketballschuhe. Ballerinas erfand man im zweiten Weltkrieg, als Schuhe rationiert waren- mit Ausnahme von Arbeitsschuhen. So bestellte die Designerin Clare McCardell für ihre Modenschau einen Karton Ballettschuhe und überzog diese mit Stoffen passend zu ihrer Kollektion. Der Ballerina war geboren. Und der Flip Flop ist mitnichten eine Erfindung der Moderne. Bereits die alten Ägypter hatten Schuhe mit Zehensteg und diagonal über den Fuß laufenden Riemen. Damals waren die Schuhe allerding noch aus rein pflanzlichen Materialen wie Papyrus.

In dieser Tradition steht auch die heutige Römersandalette. Sie hat nichts mehr zu tun mit den von Eisennägeln beschwerten Schuhen der Antike. Es gibt sie in allen Formen, Farben und Materialien, mit vielen Schnüren oder Nieten, flach oder bis zum Knie. Richtig gestylt sind sie heute eine gesunde Abwechslung zu High Heels und richtig sexy. Alles was man braucht, ist ein schönes Bein, denn schließlich will die Sandale gesehen werde. Also meine Damen: Raus mit den Shorts und Miniröcken und natürlich Rasieren nicht vergessen! Eine Auswahl der modernen Römersandalette finden Sie im Tamaris online Shop.


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Eingestellt: 20.05. 2010
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Kategorie: Mode und Lifestyle