Wie arbeitet ein Handy Shop ?!
Wer im Internet auf der Suche nach einem vernünftigen Handy Shop ist, der hat heute die Qual der Wahl. Allein die weltweit größte und wichtigste Suchmaschine stellt per dato mit dem Suchbegriff "Handy Shop" weit über 18 Millionen Ergebnisse zur Verfügung. Gerade auch durch die stetig wachsende Konkurrenz untereinander sind die Shopbetreiber mittlerweile zu immer günstigeren Angeboten und Aktionen gezwungen, bei denen man sich oftmals fragt, wie sich dies für den Händler überhaupt noch rechnet. Das neueste Handy für 0,-EUR ist ja mittlerweile schon Standard. Nun muss es ja dann schon zusätzlich zum Mobiltelefon eine Auszahlung, meist sogar im dreistelligen Bereich, geben. Oder alternativ eine vernünftige Zugabe in Form einer Spielekonsole, wie beispielsweise eine Playstation oder einer X-Box. Neuerdings erhält man zum Handy sogar einen neuwertigen Motorroller. Diese Variante wird auch Handy Bundle genannt. Aber wie funktioniert das eigentlich ? Wie kann das denn sein, dass der Wert der Zugaben teilweise höher ist als die Summe der Fixkosten eines Handyvertrages, zu denen die Grundgebühr, der Mindestumsatz und die Anschlussgebühr zählen ?
Nun, zum einen erhält der Shop-Betreiber vom jeweiligen Provider für die Vermittlung der Handyverträge eine Vermittlungsprovision. Davon muss der Händler nun sowohl das Handy, als auch die Prämie beziehungsweise die zusätzliche Auszahlung, bezahlen. Weiterhin müssen dadurch natürlich auch seine eigenen Fixkosten für die Betreibung des eigentlichen Handyshops beglichen werden. Und ein kleiner Gewinn sollte letztendlich auch übrig bleiben. Die Höhe der zu erwartenden Provision hängt nun natürlich unter anderem von der Anzahl der vermittelten Handyverträge ab. Je mehr Verträge vom Handy Shop vermittelt werden, desto höher die Provision je vermitteltem Handyvertrag.
Der zweite wichtige Punkt ist die Frage, wie günstig der Shop-Betreiber die Handys und gegebenenfalls auch die dazugehörigen Zugaben einkaufen kann. Dabei gilt einmal ganz einfach gesagt - je mehr Geräte der Händler einkauft, desto günstiger erhält er diese auch. Dies entspricht dem bekannten Prinzip des Massenrabatts.
Mit diesen Eckdaten muss der Anbieter jetzt kalkulieren. Erhofft er sich nun einen hohen Besucherzulauf, kann er die Bundle sehr knapp kalkulieren. Das heißt letztendlich, dass es die Masse machen soll. Eine geringe Gewinnspanne je verkauftem Handy mit Vertrag, dafür aber eine hohe Anzahl an Verkäufe. Dabei bekommt der Händler allerdings genau dann ein Problem, wenn er die erhofften Stückzahlen nicht absetzen kann. Denn dann kann der generierte Ertrag eventuell so gering ausfallen, dass die jeweiligen fixen Ausgaben des Händlers nicht oder nur unzureichend gedeckt sind. Kann der Handyshop - Betreiber nur mit einem geringen Besucherverkehr rechnen, dann muss er die Handys automatisch teurer anbieten. Das Problem kann dabei sein, dass die schon wenigen Besucher dann auch noch kaum etwas kaufen, da das Angebot einfach zu schlecht ist. Und gerade in der heutigen Zeit des Internets und der Onlineshops ist dies ein grosses Problem. Denn das Angebot im Allgemeinen ist mittlerweile so gross, dass der Kunde fast nur noch auf den Preis schaut. Und der Service eines Onlineshops, der eventuell einen höheren Preis rechtfertigen würde, kann auch nur begrenzt ausfallen und ist von Handy-Shop zu Handy-Shop in der Regel sehr ähnlich.
Dies sollte einmal ein kleiner Einblick in die Arbeiten eines Handyshops sein. Natürlich ist dies sehr stark vereinfacht. Es gibt beim Thema Handys, Handytarife und Handy-Bundle bei weitem mehr für den jeweiligen Shop zu beachten als hier angeführt werden kann. Ich hoffe trotzdem, dass diese Ausführungen für den einen oder anderen Leser interessant war und hier auch neue Informationen vermittelt werden konnten.
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