Der 8fache Yoga Pfad
Pfad 1 des Yoga ist Yama und bezieht sich auf Moral und Ethik, konkret Gewaltfreiheit, also niemanden zu verwunden oder zu töten, sowohl auf den Körper als auch auf den Geist bezogen. Überdies sollte man niemals die Unwahrheit sagen, In Wahrheit sein, „Nicht rauben“ also seiner Raffgier oder seinem Missgunst nicht zu gehorchen, einen makellosen Lebenswandel haben, hier insbesondere die Enthaltsamkeit trainieren, alle Sinneslust umschiffen und auch keine Geschenke zu akzeptieren, da dieses immer zu Verpflichtungen hinführt.
Pfad 2 beinhaltet die Seelenschau und wird Niyama genannt: Reinheit im inneren und äußeren, zufrieden sein, Abstinenz oder auch Selbstdisziplin, Studium, sprich Lernen sowie der Hingabe an das oberste im Universum, also Allmächtiger oder wie sonst man es titulieren will.
Pfad 3 sind die Asanas oder auch Körperstellungen: In diesem Fall ist zu beachten, dass bei Patanjali noch nicht von den sehr vielen Körperstellungen, die heute viele der Yoga-Schüler so arbeitswillig übt, die Rede ist, stattdessen in der Hauptsache ein Sitz zu üben ist, der straff und bequem ist. Es geht primär darum, dass der menschliche Leib den Menschen bei der Meditation nicht mehr hindert.
Pfad 4 ist Pranayama, die Übung des Atems: Durch Aufmerksamkeit auf den Atem und dessen Regelung funktioniert unter anderem der Umbruch zur Meditation wesentlich einfacher.
Pfad 5 nennt sich Pratyahara und wird als Zurückziehen der Sinneswahrnehmungen dargestellt: In diesem Fall liegt auch wieder der Zweck darin, ungestört von äußeren Gegebenheiten in die Selbsterkenntnis eindringen zu können. Ein Weg dahin liegt in der tugendhaften Erkundung der Gedanken und Emotionen, ohne diese beherrschen zu wollen.
Pfad 6, Dharana oder Konzentration, enthält die Sammlung der Gedanken auf einen Punkt hin - sie sind praktisch vollständig bei der Sache, was sich unproblematisch anhört und umso beschwerlicher zu bewerkstelligen ist.
Pfad 7, Dhyana, ist endlich die wohlbekannte Meditation: Diese Meditation entwickelt sich aus der Ruhe im Inneren zusammen mit Achtsamkeit und reiner Präsenz. Es existieren diverse Techniken zur Mediation, hier kann ein jeder ausprobieren, welche für ihn am besten passt.
Pfad 8 schließlich ist Samadhi, die vollständige Meditation, die Erleuchtung, man hat Selbsterkenntnisse von tiefer Bedeutung.
Alle Pfade können Sie bei Yoga Münster lernen oder im Yoga Forum diskutieren.
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