Tagesgeld schont die Nerven
Die letzten Börsenmonate waren äußerst turbulent und haben vielen Anlegern starke Nerven abverlangt. Während die so genannte Subprime-Krise immer weitere Kreise zog, riss sie neben den Banken auch die Kurse von Unternehmen aller Branchen mit nach unten. Doch schneller als erwartet haben sich die Kurse wieder erholt und steuern nun sogar wieder neue Höchststände an. Doch ist die Kreditkrise bereits ausgestanden? Mit Nichten, denn während einige Banken bereits genaue Informationen zu ihrer Verwicklung in diese Art des Kreditgeschäfts offengelegt haben, tun sich andere noch schwer damit. Auch kann man bis jetzt nur schwer abschätzen welchen Einfluss die Schieflage auf dem Geldmarkt auf die Realwirtschaft hat und haben wird. Während sich bei den letzten Zahlen zu Wirtschaftswachstum, Konsum und Hausbau in den USA bereits erste Anzeichen einer Abschwächung zeigten, fielen diese jedoch geringer aus als von vielen Analysten befürchtet. Jedoch wird sich erst in den nächsten Monaten und besonders zum Weihnachtsgeschäft zeigen, ob die Kauflaune der US-Amerikaner aufgrund fehlender Kredite eintrüben wird.
Wem solche Aussichten zu unsicher sind und lieber erst einmal abwarten möchte, bevor er wieder in Wertpapiere investiert, für den bieten sich verschiedene andere Anlageformen an. Um sich die Möglichkeit offen zu halten, jederzeit wieder in einen stärkeren Markt investieren zu können, sollte Gelder, die in absehbarer Zeit wieder in Wertpapiere investiert werden sollen, nicht in eine feste Anlageform mit zu langer Laufzeit anlegen. Eine sehr flexible Geldanlage bietet hier das Tagesgeld, welches gerade derzeit mit sehr attraktiven Zinsen lockt. Tagesgeldkonten bieten derzeit meist einen Zinssatz von über 3% p.a. und einige Direktbanken bringen es sogar auf deutlich mehr als 4% Zinsen auf das Tagesgeld. Eine solche Rendite kann es natürlich nicht mit einem freundlichen Verlauf der Börsenkurse aufnehmen, wie man sie in den letzten Jahren sehen konnte. Andererseits geht der Anleger bei der Wahl für ein Tagesgeldkonto kein Risiko eines Verlusts ein und ist auch an keinerlei Fristen bezüglich der Anlagedauer gebunden. Da viele Direktbanken die Zinsen auf das Tagesgeld nicht jährlich sondern vierteljährig oder sogar monatlich gutschreiben, können die Zinsgewinne bereits nach einer kurzen Anlagedauer mitgenommen und erneut eingesetzt werden.
Tagesgeld ist daher eine sehr sichere und dennoch flexible Anlageform, die obendrein eine attraktive Rendite bietet und es dem Anleger ermöglicht jederzeit die Art seiner Geldanlage zu wechseln.
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