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Performance in fallenden Aktienmärkten

Fallende Aktienmärkte bieten für sogenannte wert-orientierte Anleger (auch Value Investoren genannt) mit die besten Investitionsgelegenheiten. Dadurch unterscheiden sich Valueanleger von den meisten anderen Investoren, die durch zurückgehende Kurse am Aktienmarkt eher verängstigt werden. Man kann auch sagen, dass Valueanleger ihre Outperformance in Zeiten sinkender Märkte erzielen, oder in diesen Phasen zumindest den Grundstein dafür legen. Das hat auch der erfolgreiche US-Investor Warren Buffett frühzeitig erkannt, als er den Anteilseignern seiner Investmentpartnerschaft - der Buffett Partnership - in den 1960er Jahren empfahl, die eigene Anlagerendite nicht in Zeiten steigender Aktienkurse, sondern in einer Periode allgemein zurückgehender Märkte zu beurteilen. Buffett sagte damals wörtlich: "Ich würde ein Jahr, in dem wir 15% und der Dow Jones Index 30% verlieren, als erfolgreicher bezeichnen, als ein Jahr in dem beide 20% gewinnen."

Damit war Warren Buffett bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt in seiner Karriere bewusst, dass in Phasen fallender Aktienmärkte eine über der Marktrendite liegende Performance der Schlüssel zum langfristigen Anlageerfolg ist. So hatte Warren Buffett, innerhalb der 13 Jahre von 1956 bis 1969, in denen er seine Investmentpartnerschaft führte, nicht ein negatives Jahr. Buffetts zuvor gemachte Aussage lässt sich an einem einfachen Rechenbeispiel veranschaulichen. Zwei Anleger starten zum selben Zeitpunkt mit dem gleichen Anfangskapital und geraten bereits im ersten Jahr in ein schwieriges Umfeld am Aktienmarkt. Anleger A verliert 30%, während Anleger B nur 10% seines Kapitals einbüßt. Im zweiten Jahr herrscht am Aktienmarkt wieder eine positive Stimmung und Anleger A verzeichnet einen Gewinn von 50%, während sich Anleger B über eine Rendite von 30% freuen kann. Nach Ablauf dieser zwei Jahre kann Anleger A einen kleinen Gewinn von 5% vorweisen, während das Aktiendepot von Anleger B ganze 17% im Plus liegt. Value Investing bedeutet unter anderem in schwachen Märkten weniger als der Durchschnitt zu verlieren. Dafür können die Ergebnisse in Zeiten stark ansteigender Kurse auch hinter denen des Aktienmarktes zurückbleiben. Über eine volle Periode, die sowohl von steigenden, als auch von sinkenden Aktienkursen geprägt ist, führt dies in der Regel zu einer deutlich überdurchschnittlichen Anlagerendite.


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Eingestellt: 18.09. 2007
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Kategorie: Geldanlage