Infos und Hintergründe zur Geldanlage
Es gibt verschiedene Formen der Geldanlage. Lesen Sie hier, wie diese sich in Punkto Sicherheit und Anlagezeitraum grundsätzlich voneinander unterscheiden.
Als Anlage bezeichnet man Geld, das zur Finanzierung der laufenden Ausgaben nicht benötigt wird. Es kann entweder kurzfristig, mittelfristig oder auch langfristig angelegt werden. Dabei gibt es viele verschiedene Arten und Formen der Geldanlage, aus denen jeder Anleger individuell nach seinen Zielen die für sich passende auswählen muss. Einige Beispiele für Geldanlagen sind:
- Kurzfristig: Sparbuch, Tagesgeldkonto, verzinstes Girokonto
- Mittelfristig: Bausparvertrag, Sparbrief, Bundesschatzbrief,
- festverzinsliche Wertpapiere, Geldmarkt- und Rentenfonds
- Langfristig: Kapitallebensversicherung, Rentenversicherung, Aktienfonds
Generell gilt: bei längerem Anlagezeitraum einer Geldanlage steigen die Zinssätze, aber auch das Risiko. Ein Aktienfonds bietet also höhere Renditechancen als ein Sparbuch, hat aber auch ein deutlich höheres Verlustrisiko. Die Art der Anlage hängt immer vom persönlichen Anlageprofil ab. Menschen, die bei Geldangelegenheiten zum Beispiel ein hohes Risiko scheuen, sollten besser in Bundesschatzbriefe als in Aktien investieren. Empfehlenswert für Privatpersonen ist eine gesunde Mischung aus den drei Arten von Geldanlage. Die Gewichtung hängt dabei stark von der individuellen Risikoneigung und dem zur Verfügung stehenden Kapital ab. Wer etwas mehr Geld auf der hohen Kante hat, sollte eher ein höheres Risiko eingehen als jemand, der mit jedem Euro rechnen muss.
Wichtig ist zu beachten, wo oder bei wem ein Kunde sein Geld anlegt. Die Vertrauensbasis zwischen Kunde und Vermittler (zum Beispiel Bank oder Vermögensberater) sollte stimmen. Ein wichtiges Indiz für eine gute Beratung ist, dass der Berater die gesamte Vermögenssituation des Kunden bei seiner Empfehlung berücksichtigt und ihn nicht einfach nur zu einem Produkt drängt, für das er vielleicht eine besonders hohe Provision bekommt. Zur Gesamtsituation zählen zum Beispiel Einkommen, Immobilienbesitz, laufende Kredite, Rentenansprüche und Familienplanung (Kinderwunsch, Hausbau, etc.). Generell gilt bei Geldanlagen: Lieber vom Verstand und der Vernunft leiten lassen als von der Gier.
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