Die Geschichte vom Sekt
Gerüchten zufolge begann die Historie vom Champagner mit dem Ausruf „Brüder, kommt, ich trinke Sterne“ vom Mönch Dom Perignon. Sein Leben lang hatte er im Keller der Abtei von Hautvillers in der Champagne die zweite Gärung seines Weines probiert und seinen ersten Erfolg dann "vin mousseux" genannt. Belegt wurde jedoch, dass die Geburtsstunde vom Sekt schon zwei Jahrzehnte zuvor stattfand. Der Sekt, oder Schaumwein, war bei den Engländern so beliebt, dass dieser Mitte des 17.Jahrhunderts zum ersten Mal in einem Gedicht genannt wurde. Die Engländer besaßen außerdem Flaschen die der Gärung von Sekt standhielten sowie Korken zum Verschließen. In einem Auszug schrieb Christopher Merret über die Zugabe von Zucker und Melasse um den Wein perlend zu machen und bewies dadurch seine Entstehung. Erst 70 Jahre später wurde das erste Champagner-Haus in Frankreich gegründet. In Deutschland fiel der Name „Schaumwein“ jedoch erst im Jahr 1779 von Johann Gottfried Herder, der „Mousse“ mit „Schaum“ übersetzte.
Als der Sekt nach Deutschland kam
Ende des 18.Jahrhunderts nahmen junge Pioniere der deutschen Sekt-Geschichte ihren Weg in die Champagne auf, um ihre Erfahrungen im Umgang mit dem prickelnden Getränk zu sammeln. Viele dieser Winzer ließen sich in Frankreich nieder heirateten und etablierten dort eigene Kellereien, was auch der Grund ist, warum viele Sekt- und Champagner -Erzeugnisse einen deutschen Namen tragen. Gelegentlich jedoch kehrten einige Winzer zurück und überlieferten die Sekt-Kultur in Deutschland. Der bedeutendste Pionier dieser Art war Georg Christian Kessler, der sich in dem Champagner-Haus Veuve Clicquot in Reims vom Buchhalter zum Geschäftsführer und Teilhaber hocharbeitete, jedoch nach Unstimmigkeiten verließ um in Esslingen am Neckar die erste deutsche Sektkellerei zu eröffnen. Nach dem florierendem Erfolg des Hauses entstanden auch an weiteren bekannten deutschen Weinanbaugebieten Sekt-Kellereien. Die bekanntesten sind MM, Deinhard, Söhnlein und Henkell.
Der Sekt-Erfolg heute
Das Wort Sekt entspringt dem lateinischem Wort „siccus“ (trocken) und kam über das spanische Wort „secco“ und dem englische Wort „sack“ zu dem deutschen Ausdruck „seck“ im Jahr 1640. Der heutige Begriff Sekt ist Ergebnis eines Zufalls am Berliner Gendarmen Markt, bei dem der Schauspieler Ludwig Devrient in der Gaststätte von Lutter & Wegner seinen abendlichen Champagner trank. Er bestellte mit dem Zitat Shakespeares aus Heinrich IV: "Bring er mir Sekt, Bube - ist keine Tugend mehr auf Erden?". Da der Kellner nicht zugehört hatte, brachte er das gleiche prickelnde Getränk wie immer - den Champagner. Deutschland gilt inzwischen als weltweit größter Schaumwein-Markt. Ein viertel des weltweiten Sekt-Konsums findet in Deutschland statt bei dem die deutschen Kellereien den größten Bedarf davon produzieren. Nachdem den deutschen Herstellern das Wort „Champagner“ aufgrund des Versailler Vertrages nicht mehr gestattet war, wurde der Begriff „Sekt“ 1925 als amtlicher Name eingeführt.
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