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Die heilende Wirkung des Absinth

Absinth, die bekannte, beliebte, gefürchtete Bitterspirituose wird nämlich aus Heilkräutern destilliert. Die hauptsächlichen Zutaten sind Wermut, Isop, Beifuß, Fenchel, Anis und auch Melisse. Zumindest in alten und überlieferten Originalrezepten. Jedoch die heilende Wirkung geht bei der Destillation auch nicht verloren, so kann man, wenn man dies so möchte, dieses alkoholische Getränk auch mit dem weitläufigen Begriff Medizin bezeichnen. Die Heilkraft geht in den Geist des Getränkes über und mit dem Trinken auch in den Organismus der Menschen.

Von der heilenden Kraft des Absinth, so wird der Wermut in der Fachsprache benannt, und diesen Namen trägt auch die daraus hergestellte Spirituose, wussten schon die Sumerer. Aber nicht nur dieses antike Volk, auch die Griechen, die Römer, die Ägypter und sogar die Nordmänner. Studiert man alte Keilschriften bis hin zu alten Schriftrollen, so finden sich überall Erwähnungen seitens der Heilkraft von Absinth. Wie alle bitter schmeckenden Kräuter wirkt der Wermut auf den Verdauungstrakt. Selbst bei zu fetten Speisen erleichtert er dem Organismus die Arbeit. Wermut galt in manchen Kulturen als das gynäkologische Heilkraut schlechthin und wurde bei den unterschiedlichsten Frauenleiden eingesetzt.

Nachdem jedoch der belebende, anregende und das Bewusstsein erweiternde Inhaltsstoff des Absinth einen Namen bekommen hatte: Thujon, und ein Absinthtrinker seine Familie im Rausch umgebracht hatte, wurde Absinth verboten. Jedoch besann sich die Politik wieder anders, denn der Übeltäter ist sicher nicht in den Inhaltsstoffen zu suchen, sondern in der Abhängigkeit des Alkohols. Absinth ist wieder erhältlich, und wenn man Absinth kaufen möchte, so steht diesem heute nichts mehr im Wege. Selbst in eine Apotheke muss man dazu nicht mehr gehen und auch der Weg in gewisse Kreise ist nicht mehr notwendig, denn Absinth kann völlig legal gekauft und auch konsumiert werden, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Interessant ist es auch, dass heimische Brenner das Thema Absinth wieder aufgreifen und beginnen kleine Kontingente herzustellen. Verwunderlich ist es zusätzlich, wie viele alte Rezepturen noch vorhanden sind, wo der Besitz doch die ganzen Jahre während des Verbotes auch verboten war.


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Eingestellt: 19.10. 2007
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Kategorie: Essen und Trinken