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Die Montage von Markisen - Herausforderung oder unmögliches Unterfangen?

Wichtige Fragen sollten vor der Montage von Markisen geklärt sein:

  1. - welche Markisenart wird montiert?
  2. was für ein Gewicht und welche Größe hat die zu montierende Markise?
  3. - auf welchem Untergrund wird montiert?
  4. - handelt es sich um eine motorisierte- oder eine manuell zu bedienende Markise?
  5. In welcher Höhe bzw. Breite soll montiert werden?

Zu 1. Die Markisenart spielt eine entscheidende Rolle bei der Wahl der Montagepunkte und der Markisenträger (Konsolen), die beim Kauf in einem Fachgeschäft zwar nicht mehr automatisch im Lieferumfang enthalten sind, wohl aber vom Fachberater Ihrem Markisentyp entsprechend ausgesucht und mit bestellt werden sollten.

Bei Gelenkarmmarkisen, Halbkassetten- und Hülsenmarkisen sollten die Montagepunkte auf Höhe der Gelenkarme sitzen, da von diesen Punkten aus die größte Kraft bzw. Hebelwirkung ausgeht. Bei einer Kassettenmarkise müssen diese Punkte unbedingt eingehalten werden, da die Kassette sich sonst verdrehen bzw. torsieren kann.

Kassettenmarkisen werden mittlerweile häufig mit lediglich zwei Montageträgern angeboten, die sich jeweils außen an der Markise befinden. Das ist möglich, da der Markisenkasten so stabil ist, dass er keine weiteren Träger benötigt.

Zu 2. Das Gewicht einer Markise hängt sehr stark vom verwendeten Material ab. Eine sehr wandungsstarke Kassettenmarkise des Fachhandels wiegt bereits soviel, dass Sie bei einer Breite von vier Metern drei, wenn nicht vier starke Monteure benötigen. Eine Gelenkarmmarkise aus dem Baumarkt, die aus sehr dünnem Aluminium besteht, ist dagegen ein Leichtgewicht und kann in der Regel bei gleicher Größe bequem von zwei kräftigen Männern montiert werden.

Zu 3. Grundsätzlich ist zu beachten, dass bei falscher Einschätzung des Untergrundes erhebliche Gefahren bestehen, da die Markise sich bei entsprechender Windlast aus der Verankerung lösen und die sich auf der Terrasse aufhaltenden Personen schwer verletzen könnte.

Man unterscheidet die Wandmontage, die Deckenmontage sowie die Dachsparrenmontage. Bei einer Wandmontage in ein nichtgedämmtes Mauerwerk (z.B. Kalksandstein oder Rotstein) sollten immer Klebedübel verwendet werden. Aus eigener Erfahrung kann ich Produkte von Hilti oder Würth empfehlen.

Wenn ein Klinkerstein vorhanden ist, muss dieser überbrückt werden, da dieser zu weich als Konsolenuntergrund ist. Zur Überbrückung nimmt man Metallröhrchen, die verhindern, dass sich die Markisenträger in den Klinker hineindrücken. Auch eine 10 bzw. 12 cm dicke Dämmung wird mit diesen Röhrchen überbrückt. Bei der Wandmontage in einen Betonsturz sind auch Kunststoffdübel zulässig (beliebteste Marke: Fischer-Dübel).

Bei der Deckenmontage unter Stein werden wiederum Klededübel empfohlen. Bei der Montage unter Beton können wieder handelsübliche Fischer-Dübel verwendet werden.

Die Dachsparrenmontage ist dagegen etwas komplizierter. Im Fachhandel werden sog. Dachsparrenhalter angeboten, die eine Verbindung zwischen Ihrem Dachsparren und Ihrer Markisenkonsole darstellen. Wenn jedoch eine Holzverkleidung überbrückt werden muss, werden zunächst die Holzpaneele entfernt, die Verbindung verschraubt und hinterher die Holzverkleidung wieder geschlossen.

Bei der Dachsparrenmontage auf dem Dach (etwa wenn keine auszureichende Durchgangshöhe zu erzielen ist) wird das Dach an den Montagepunkten abgedeckt und die Markise über die Dachsparrenhalter mit den Dachsparren verbunden. Danach wird das Dach um die Träger herum wieder zugedeckt.

Zu 4. Bei der Wahl einer manuell zu bedienenden Markise ist lediglich die Kurbellänge entscheidend, die wiederum von der Markisenhöhe und der Größe der zu bedienenden Personen abhängig ist. Schwieriger dagegen ist es, den Elektroanschluss selbst zu bewerkstelligen. Dazu muss eine Steckdose oder Verteilerdose vorzugsweise draußen vorhanden sein, an der schließlich der Anschluss erfolgt. Am bequemsten ist ein Funkmotor, da hierzu keine Wandschalter installiert werden müssen und Sie die Markise von nahezu jedem Punkt im Hause aus mit einem Handsender steuern können.

Zu 5. Um einen optimalen Sonnenschutz bzw. eine effiziente Beschattung zu gewährleisten, ist die Montagehöhe der Markise von entscheidender Bedeutung. Eine zu hoch montierte Markise kann unter Umständen nicht genügend Schatten spenden. Vor dem Kauf sollte mit Hilfe von Messlatten, die bei Sonneneinwirkung gegen die Fassade gehalten werden können, der Sonnenstand bzw. die Schattenwirkung simuliert werden.

Die Breite sollte so gewählt werden, dass die ganze Terrasse bzw. der Balkon abgedeckt ist. Bei Gartenparties sitzen nämlich Ihre Gäste ungern neben der Markise. Der Markisenausfall ist immer etwas größer als die Tiefe Ihrer Terrasse, da die Markisenneigung immer schräg für später ablaufendes Regenwasser eingestellt werden muss.


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Eingestellt: 10.08. 2007
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Kategorie: Bau - Handwerk