Heizung erneuern wenn nicht jetzt wann dann?
Jedes Jahr stehen Bauherren und sanierungswillige Eigentümer vor demselben Problem, welche Art von Heizung verwende ich für meinen Neubau oder welchen Heizkessel soll ich nun nehmen, mit dem ich mein Altanlage ersetzen kann. Ist die Zeit überhaupt reif den Kessel schon zu erneuern und in Rente zu schicken.
Aber gerade jetzt gibt es wieder einen besonderen Anreiz für die Sanierung der alten Heizungsanlage. Das Bundesumweltministerium fördert die Modernisierung von Altanlagen mit barem Geld. Im Rahmen des so genannten Marktanreizprogramms ist eine Förderung für den Einsatz von erneuerbaren Energien mit bis zu 2000€ möglich. Ein besondere Bonuszahlung von 750€ erhalten dabei Bauherren die sich auch für den Einsatz einer Solaranlage entscheiden. Dabei muss allerdings auch der alte Heizkessel gegen einen Kessel mit moderner Brennwerttechnik ausgetauscht werden.
Bedingung hierfür ist allerdings das die Solaranlage nicht nur zur Warmwasserbereitung eingesetzt wird sondern auch zur Unterstützung Heizungsanlage verwendet wird. Für jeden Quadratmeter installierter Sonnenkollektorfläche gibt es so noch mal 105€, allerdings nur bis zu einer maximal Summe von 2000€. So wird eine Fläche von ca. 12 m² Sonnenkollektoren gefördert. Sicher so kann man doppelt sparen zum einen erhält man über die Förderung der Solaranlage einen Teil der Investitionskosten zurück zum anderen kann man seinen Energieverbrauch so reduzieren. Von daher ist natürlich der Zeitpunkt der Modernisierung der Heizung jetzt günstig, vor allem wenn man berücksichtigt das die Gelder nur beschränkt vorhanden sind sollten entsprechende Anträge schnellstens gestellt werden. Das Programm läuft planmäßig nur bis Mitte 2008.
Ein Vermutstropfen hat die hat die Förderung allerdings doch, da nur etwa 12 m² Fläche gefördert werden, reicht die Förderung hier bei weitem nicht aus, damit die Solaranlage so ausgelegt werden kann, dass sie auch energieeffizient zur Heizungsunterstützung, in ausreichender Größe installiert wird.
Solaranlagen die für die Heizungsunterstützung eingesetzt werden, brauchen eine Sonnenkollektorfläche für die Wärmeversorgung eines normalen Einfamilienhauses, die zwischen 30 und 50 m² effektiver Kollektorfläche liegt. Die geförderten 12 m² kann man vielleicht als Vorwärmung einsetzen. Hinzu kommt noch das Solaranlagen mit möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen betrieben werden müssen, damit auch in der Übergangszeit, also zu Zeiten mit wenig Sonneneinstrahlung, ein hoher solarer Wirkungsgrad der Solaranlage erzielt werden kann. Gerade ältere Heizungsanlagen haben jedoch oft den Nachteil, dass sie mit für den Betrieb von Solaranlagen viel zu hohen Vorlauftemperaturen, etwa von 90 °C ausgelegt wurden. Diese Vorlauftemperaturen können von Solaranlagen nicht erbracht werden. Es ist von daher bei diesen Heizungsanlagen immer erforderlich über den Kessel in der Heizung nachzuheizen.
Soll die Solaranlage einen höheren solaren Deckungsgrad erreichen, ist es erforderlich das entsprechende Auslegungstemperaturen bei der Heizungsanlage und entsprechen Heizflächen, wie beispielsweise die Fußbodenheizung berücksichtigt werden
Weitere Artikel in der Rubrik Bau - Handwerk
- Welche Bauweise ist für mich am besten geeignet?
- Funkgongs für vielseitige Anwendungsbereiche
- Akustik - Raumakustig verbessern durch Akustikbau
- Neubau Fertighaus
- Licht schalten mit Komfort
- Wegweisende LED Technik
- Fertighaus oder Massivhaus?
- Ladenbau und Geschäftseinrichtung
- Dr Eckstein Kosmetik
Bewertung: Noch nicht bewertet - von 1 bis 5 (1 = sehr gut)