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Autotuning

Hauptsache es fährt? So denken viele Menschen über ihr Auto schon lange nicht mehr. Des Deutschen liebstes Kind wird mehr und mehr zum Statussymbol - eine Geschichte, die bereits in den 50er Jahren begann. Nur nannte man das damals nicht Autotuning oder Styling sondern schlicht und einfach Fahrzeugveredelung.

Diese bestand am Anfang hauptsächlich aus Motortuning - Leistungssteigerung und Abstimmung von Diesel- und Ottomotoren. Durch die erhöhte Leistungsfähigkeit wurden aber auch erhöhte Anforderungen an das Fahrwerk, die Bremsanlage und die Reifen gestellt. Auch diese Anforderungen wurden mit dem Einsatz von speziellen Bremskits, Sportfelgen bzw. Alufelgen erfüllt. Aber die nun erreichbare, höhere Geschwindigkeit erforderte eine bessere Straßenlage der Fahrzeuge. Um diese durch einen größeren Anpressdruck zu erreichen, wurde der erste Spoiler entwickelt. Das waren die ersten Schritte des Autotuning, damals wirklich zweckmäßige Weiterentwicklungen. Star der Autotuner war der Käfer - ein Auto, dass damals fast jeder hatte, und dass deshalb aufgetunt wurde, um aufzufallen.

Später - so in den 60er und 70er Jahren wurde getunt was das Zeug hielt. Schon lange hatte das mit Verbesserung der Straßenlage etc. nichts mehr zu tun, es ging nur darum, aufzufallen. Je schräger, desto besser. Das Auto war kein Nutzgegenstand mehr, viele Menschen sahen ihr Auto nur noch als Statussymbol. Das kam natürlich auch den renommierten Autoherstellern gelegen. Sie entwickelten die hochgezüchteten Motoren, Autotuningteile wie Dachspoiler, Heckschürzen oder Schweller waren an der Tagesordnung. Durch die Ölkrise riss die Entwicklung der Hochleistungsmotoren etwas ab, erst in den 80ern entwickelten die Autohersteller den Turbolader, ein Motor, der bis heute nicht mehr wegzudenken ist.

Danach wurde zwar weiter getunt, aber nicht mehr so offensichtlich wie in den Vorjahren. Seit 1990 setzte man eher darauf, technische Raffinessen unterzubringen, die aber nicht mehr so protzig auf dem Auto saßen, sondern z.B. nur ab einer gewissen Geschwindigkeit automatisch ausgeklappt wurden. Das Optimieren der Motorleistung stand aber immer noch im Mittelpunkt, es wurde durch Zusatzsteuergeräte bzw. Chiptuning sogar möglich, dass die kleinen, bezahlbaren PKWs, damit ausgerüstet werden konnten.


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Eingestellt: 30.08. 2007
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Kategorie: Auto und Motor